Glücksspiel soll Unterhaltung sein und kein Weg, Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Auf BonusOut gehen wir davon aus: Wer informiert spielt, ist geschützt.
Auf dieser Seite fassen wir die Regeln des verantwortungsvollen Spielens zusammen, die Warnsignale eines Problems, die Schutzinstrumente, die es in Österreich heute gibt, und die Anlaufstellen für professionelle Hilfe. Glücksspiel ist ausschließlich Personen ab 18 Jahren erlaubt.
Fünf Regeln, die das Spiel unter Kontrolle halten
Die folgenden Regeln halten das Spiel in sicheren Grenzen:
- Spielen Sie nur mit Geld, dessen Verlust Sie verkraften – nie mit Mitteln für Miete, Raten oder laufende Ausgaben.
- Legen Sie Budget und Zeitlimit vorab fest – und halten Sie beides ein, auch wenn es gerade gut läuft.
- Versuchen Sie nicht, Verluste zurückzugewinnen – dieses Verhalten macht aus einem kleinen Verlust einen großen.
- Spielen Sie nicht unter Alkoholeinfluss, unter Stress oder in gedrückter Stimmung – in diesem Zustand entscheiden Sie schlechter, als Sie denken.
- Betrachten Sie das Spiel als bezahlte Unterhaltung – nicht als Einnahmequelle.
Wann Unterhaltung zum Problem wird
Problematisches Spielverhalten kommt selten plötzlich. Es entwickelt sich schrittweise, und oft bemerkt es das Umfeld früher als die spielende Person selbst.
Suchen Sie Hilfe, wenn Sie bei sich oder einer nahestehenden Person Folgendes bemerken:
- Spielen mit Geld für laufende Ausgaben oder Schulden für das Spiel,
- Verheimlichen des Spiels und falsche Angaben zu Zeit und Geld,
- Unfähigkeit aufzuhören, trotz wiederholter Versuche,
- Vernachlässigung von Arbeit, Familie oder Beziehungen wegen des Spiels,
- Angst, Gereiztheit oder Schuldgefühle im Zusammenhang mit dem Spiel.
Schon ein einziges dieser Signale ist Grund genug, die Situation mit jemandem zu besprechen.
Spielerschutz in Österreich: was es heute gibt
Österreich ist ein Monopolmarkt: Online-Casinospiele sind derzeit nur über die elektronische Lotterie der Österreichischen Lotterien (win2day) erlaubt, weitere Online-Konzessionen werden nicht vergeben. Ein zentrales, anbieterübergreifendes Sperrregister für Selbstsperren ist Teil einer Gesetzesnovelle, die dem Nationalrat vorliegt – es gilt also noch nicht, und einen österreichischen Blacklist unlizenzierter Anbieter gibt es heute nicht. Wer im Internet einen „zentralen Sperr-Check“ für Österreich verspricht, meint damit nicht die staatliche Praxis.
Was es schon heute gibt: Die drei österreichischen Konzessionäre Casinos Austria, WINWIN und win2day bieten über ihr eigenes Spielerschutz-Portal die Instrumente Besuchslimitierung, Verlustlimitierung und Selbstsperre an – kostenlos, in den Kontoeinstellungen oder auf Antrag. Die Sperre gilt wahlweise für 6 oder 12 Monate oder auf unbestimmte Zeit (bei win2day mindestens 6 Monate). Eine 6- oder 12-monatige Sperre lässt sich nicht vorzeitig aufheben; eine unbefristete Sperre nur persönlich beim Anbieter, mit Ausweis und nach Prüfung. Beantragen können Sie sie schriftlich mit Ausweiskopie, per E-Mail oder über ein Online-Formular (Angaben laut Konzessionär, playsponsible.at).
Für Spielbanken gilt zusätzlich eine gesetzliche Fürsorgepflicht: Fallen der Leitung Anzeichen gefährdeten Spielens auf, muss sie ein Beratungsgespräch führen und den Besuch nötigenfalls einschränken oder untersagen (laut BMF, bmf.gv.at). Ein gesetzliches Einzahlungslimit für Online-Spiel gibt es in Österreich noch nicht – die Novelle sieht ein anbieterübergreifendes Limit erst vor.
Wo Sie Hilfe finden
Hilfe ist erreichbar, kostenlos und auf Wunsch anonym:
- Glücksspielsucht-Hotline – 0800/20 5242, kostenlos, laut Bundesministerium für Finanzen (bmf.gv.at).
- Spielsuchthilfe Wien – Beratung und Therapie, T: 01/544 13 57, spielsuchthilfe.at.
- Christian Doppler Klinik Salzburg – Spielsuchtambulanz, T: 0662/44 83 4603.
- Beratungsstellen in allen neun Bundesländern listet das Bundesministerium für Finanzen nach Bundesland geordnet auf.
- Hausärztin oder Hausarzt – vermittelt eine Suchtberatung oder eine Fachklinik und ist ein sinnvoller erster Schritt für ein persönliches Gespräch.
Mehr zu Konzessionen und Aufsicht in Österreich lesen Sie in unserem Überblick zum Glücksspielgesetz in Österreich; Selbstsperre, Warnsignale und Hilfe nach Bundesland vertiefen wir im Bereich Spielerschutz in Österreich.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Spiel zum Problem wird, warten Sie nicht und wenden Sie sich an eine dieser Stellen.
18+ Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst. Hilfetelefon 0800/20 5242
Letzte Aktualisierung: 25. September 2026